Wir alle leben mit anderen Menschen in einem Beziehungsgeflecht. 

Der Austausch miteinander verläuft auf vielen Ebenen. Eine Ebene davon ist die verbale Kommunikation. Sie ist Basis von Einigungen und kann Frieden begründen. Sie ist Ursache von Missverständnissen, kann zu Kriegen führen und bringt oft Stress mit sich.

?Und sie ist eine wunderbare Möglichkeit, sich selbst zu erkunden.

Eine selbstbewusste gewaltfreie Kommunikation, um die eigenen Wünsche auszudrücken, steht auf drei Standbeinen. 

In diesem Beitrag erfährst du, wie du den jeweiligen Bereich optimal stabilisierst:

Selbstbewusstsein

Es geht um dein Bewusstsein über dich selbst. Wie sehr fühlst UND weißt du wer und was du bist? In jeder Faser deines Seins, nicht nur mit Blick auf deinen Lebenslauf… Ich glaube, dass sich die Selbstwahrnehmung nur dann wahrhaftig als Weg zur Selbstkenntnis und Selbstführung entfalten kann, wenn wir uns erlauben, alles wahr zu nehmen, was wir fühlen. Wenn die eigene Sensibilität als Feedbacksystem geachtet und genutzt wird, können wir erkennen, wer und was wir wirklich sind.

Natürlich lässt sich darüber viel lesen. In der Philosophie und aktuell auch in der Neuropsychologie gibt es tolle Ausführungen und spannende Forschungsergebnisse. Human Design usw. geben viele Möglichkeiten und Anhaltspunkte für Wissen über sich selbst. Und genau das ist das “Problem“, denn diese Art erworbenen Wissens wird angelernt, vorgefertigt übernommen. Konzepte als Grundlage und Referenzrahmen für dein Verständnis über deine Identität. 

Diese Art des Lernens und der Aufnahme von Information wird uns schon in der Grundschule beigebracht. Um wirklich zu erkennen (und damit zu wissen), wer du bist, darfst du lernen neu zu lernen. Eben nicht so, wie es dir deine Lehrer:innen schon damals beigebracht haben.

Jedes Konzept hat seine Grenzen. Und Grenzen widersprechen deinem lebendigen Seinszustand. Also bedarf es offensichtlich einer weiteren Herangehensweise, um sich selbst im Diene der Selbstkenntnis zu erforschen.

Hier kommt meine Einladung an dich: wende dich der spirituellen mystischen Seite zu und mache deine eigenen Erfahrungen (mit deinem Körper und deinen Sinnen, mit deinem Verstand und mit deiner Seele) zur Basis deines Selbst-verständnisses. 

Kennst du den Satz: „Ich bin ein spirituelles Wesen, das eine menschliche Erfahrung macht.“ 

Was macht diese Aussage mit dir? Kannst du darüber meditieren, dich verbunden fühlen ohne kontrollierende und widersprechende Gedanken deines Egos? Kannst du dich auf diese unbekannte Reise (zurück) zu dir selbst einlassen?

Nur weil es unbekannt sein könnte, bedeutet dies nicht, dass es nicht wahr ist. Wenn das Unbekannte dir unangenehm ist, dann bist du damit nicht alleine ? Einige Menschen haben das Gefühl ohne sichere Struktur und abseits von bekanntem Terrain "verloren zu gehen". Das ist eine natürliche Reaktion des Verstandes, der es gewohnt ist nur mit bekannten Konstanten zu denken...

Tatsächlich wartet dein Kern, dein Nukleus, dein wahres Selbst, darauf in dein Bewusstsein treten zu können.

Denn es ist die Basis von allem, was du in diesem Leben erfährst.

Mit Kundalini Yoga und Meditation kannst du dein Selbst initiieren, deine Kundalini Energie aktivieren und so all das, was dich von einer klaren Selbstwahrnehmung auf deinem Weg zu Selbstbewusstsein trennt, transformieren.

Kundalini Yoga und Meditation ist eine Technologie der Transformation und auch im Alltag anwendbar. Anleitungen und praktische Tipps findest du auch in meinem Buch.

Wie war das bei mir? Welches "Konzept" nutze ich?

Mein Selbststudium führte mich nach Portugal zum Karam Kriya (spirituelle Numerologie). Dort haben wir als Referenzrahmen die 10 spirituellen Körper, die 10 Gurus, die in ihren Leben jeweils bestimmte Tugenden verkörperten und die Zahlen von eins bis neun. Die angewandte Wissenschaft der Zahlen ist kein starres Konzept, sondern sie lebt von der Integrität der Zahlen und zeigt sich in direkten Beratungen auch meinen Klient:innen. Sie finden so selber Antworten auf Fragen und nehmen diese Antworten als Eckpfeiler für ihr (neues) Selbstverständnis. Denn in den Beratungen entsteht ein Bewusstsein, das den Klient:innen hilft mit dem Licht des Bewusstsein ihre Antworten zu erkennen, sie kommen aus ihnen selber heraus und werden nicht von außen vorgegeben. 

Das ist ein gravierender Unterschied zu vielen anderen Systemen, Konzepten und Therapien und lässt sich schwer so abstrakt beschreiben - du kannst mir gerne dazu weitere Fragen stellen! 

Eigene Bedürfnisse

Besonders spannend: sind es wirklich deine Bedürfnisse und Wünsche? Möchtest du dein eigenes Bedürfnis ausdrücken? Oder geht es um etwas, von dem du nur denkst, dass es der/die andere machen sollte?

Oft wollen wir z.B. einfach nur (unbewusst) erreichen, dass die andere Person sich auf eine bestimmte Art und Weise verhält. Der Grund dafür hat gar nichts mit wahrhaftigen Bedürfnissen, sondern z.B. mit übernommenen Erwartungen zu tun.

?Mit folgenden Schritten kannst du überprüfen, ob hinter deinem Bedürfnis ein karmischer (aufgrund einer unbewusst gesetzten Ursache) oder dharmischer (im Einklang mit deiner Bestimmung) Grund steckt:

Dafür nimm dir etwas Zeit und ein Blatt Papier, auf dem du deine Reflektionen notierst. Durch das Schreiben verlangsamt sich der Denkprozess, so dass das Ego weniger schnell dazwischen funken kann…

Frage dich:

Was möchte ich erreichen?

Je genauer du selber weißt, um was es dir konkret überhaupt geht, umso klarer kannst du dich positionieren, deinen eigenen Ausgangspunkt finden und halten. Was ist das "Ergebnis", das du erleben möchtest?

Woher kommt dies?

Hier können dir wieder deine Gefühle dienen, um zu beurteilen, ob es sich um einen alten Glaubenssatz handelt, oder um ein wahres Bedürfnis. Kommt der Wunsch aus deinem Kopf („ich will es aber so“), oder aus deinem Körper („ich spüre mein Bedürfnis im Herzen“)? Das lässt sich nicht immer alleine so klar differenzieren, wenn dir das nicht leicht fällt lohnt es sich sehr, auch in diesem Punkt tiefer einzusteigen (in meinem Buch gibt es dazu Erläuterungen, um die Stimme der Intuition von der des Egos zu unterscheiden).

Ist es realistisch, ist es möglich?

  • Betrachte dabei die andere Person: kann sie angesichts des Alters, der Rolle, der eigenen Kindheit, der eigenen Bewusstheit (ja! es gibt sehr verschiedenen Ebenen der Bewusstheit!), der eigenen Verstrickungen,… das gewünschte Verhalten überhaupt leisten? 
  • In welchem „Film“, in welcher Wahrnehmung steckt der/die andere? 
  • Welche Rolle spiele ich selbst in diesem Film, aus Sicht des anderen? Bin ich die genervte Tochter, die konkurrierende Kollegin, die nörgelnde Ehefrau, die kontrollierende Mutter?
  • Welche Rolle spiele ich selbst in diesem Film, aus eigener Sicht? Bin ich die fürsorgliche Mutter, die einsame Ehefrau, die verunsicherte Kollegin…?
  • Ist es überhaupt möglich, dass die andere Person in ihrer Rolle (in der sie sich nun mal selber erlebt) meine Bedürfnisse befriedigen kann? 

Je ehrlicher du dabei aus den verschiedenen Perspektiven die Fragen beantwortest, umso leichter kannst du differenzieren und entscheiden, welches Bedürfnis wirklich von der anderen Person überhaupt erfüllt werden kann.

Was bringt es dir, etwas von jemandem zu wollen, was der andere (warum auch immer…) gar nicht befriedigen kann. Seit dem mir z.B. klar ist, dass mein Mann aufgrund seiner Ausbildung, seines Verständnisses von Erfolg und Zielerreichung… ganz anders tickt als ich, bitte ich ihn nicht mehr, mit mir über mein Business zu reflektieren. Das funktioniert einfach nicht, da kommen wir beide wirklich von verschiedenen Planeten und es fehlt der gemeinsame Nenner. Also erspare ich es mir (und ihm).

Und auch hier bietet sich eine Karam Kriya Beratung an. Für die Betrachtung der Bedürfnisse ist dein Geburtstag besonders interessant, denn die entsprechende Zahl tragen wir in das 2/8 Feld ein und können im Rahmen einer Beratung klären, welche täglichen Handlungen deine Seele nähren, deine Bedürfnisse erfüllen. Dabei geht es oft auch um die Frage „wie“ du etwas machst und nicht so sehr um die Frage „was“ du machst. In diesem Feld finden sich auch Anhaltspunkte für die Beziehung zu deiner Mutter. Oft finden wir dort Blockaden, die sich dann z.B. in den täglichen Themen Selbstfürsorge, Nahrung, Flow,… ausdrücken. Daher kann es hilfreich sein, sich die Beziehung zur Mutter näher anzusehen. 

Es geht dann weder um Fehlersuche, noch um Problembehebung. Stattdessen sprechen wir miteinander und betrachten die Beziehung von verschiedenen Seiten und in unterschiedlichen Ebenen, so dass das, was aktuell für die Transformation relevant ist, in das Licht des Bewusstseins erhoben wird. Das klärt dann den Blick auf die wahrhaftigen Bedürfnisse der Seele – in Abgrenzung zum Ego.

Die vier Schritte der gewaltfreien Kommunikation

Wenn du weißt, was du dir wirklich wünschst, geht es um die Art und Weise wie du dein Bedürfnis kommunizierst. Du möchtest direkt und klar deine Message mitteilen. Dafür eignen sich die vier Schritte der gewaltfreien Kommunikation sehr gut.

Dieses Modell der Kommunikation bewährt sich in der Praxis sehr gut! Der Begründer, Marshall Rosenberg, bezeichnet sie weniger als eine Kommunikations-Technik, sondern mehr als eine Bewusstwerdung über Möglichkeiten des empathischen Kontaktes. Du siehst, auch hier geht es nicht um ein starres System, sondern um einen Weg mehr Bewusstheit in ein Themenfeld zu bringen, Vorgaben auf sich wirken zu lassen und dann bewusst Schritt für Schritt individuell anzuwenden.

Bewusstheit in der Kommunikation ist der Schlüssel für den Erfolg. 

In meinem Buch gebe ich dazu praktische alltagstaugliche Tipps und Meditationen in dem Kapitel „bewusste Kommunikation“. 

Diese vier Schritte umfasst die gewaltfreie Kommunikation: 

1. Schritt: Beobachtung

Zunächst beschreibst du deinem Gegenüber die Situation. Du sprichst aus, welche Eindrücke du gerade wahrnimmst. In diesem ersten Schritt bleibst du wertfrei – soweit wie möglich. Versuche Fakten zu formulieren und nicht zu interpretieren!

2. Schritt: Gefühl

Mach dir nun bewusst, welche Gefühle die Situation bei dir auslöst. Erkläre der anderen Person, welche Emotionen du spürst. Bist du traurig, wütend, verwundert, überfordert? Versuche, so klar wie möglich auszudrücken, was in dir emotional angestoßen wurde.

3. Schritt: Bedürfnis

Um in eurem Austausch voranzukommen, ist dieser Punkt besonders wichtig. Welches Bedürfnis hast du aufgrund der Situation und deiner Gefühle? Was sollte sich ändern, damit es dir besser geht damit? Was brauchst du im Moment?

4. Schritt: Bitte

Hast du dein Bedürfnis klar ausgedrückt, füge noch eine Bitte hinzu. Erkläre unmissverständlich und freundlich, dass du dir das wirklich wünschst. So betonst du, was dir besonders wichtig ist. 

Klingt total einleuchtend, oder? Rosenberg selbst fasste die vier Schritte der gewaltfreien Kommunikation übrigens folgendermaßen zusammen: 

Wenn ich A sehe (Beobachtung ), dann fühle ich B (Gefühl ), weil ich C brauche (Bedürfnis). Deshalb möchte ich jetzt gerne D (Bitte ).

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Du siehst, es gibt einiges, das wir bei der selbstbewussten Kommunikation unserer Wünsche beachten können, um unser Leben leichter selbstbestimmt zu gestalten. Manchmal reicht es schon eine kleine Stellschraube anders einzusetzen, damit die Kommunikation fließt!

Ich wünsche dir viel Freude beim Anwenden, Erkunden, Ausprobieren… mit Neugierde und Freude ?

Und falls du dir dabei Unterstützung wünschst: als Beraterin für Karam Kriya und Mentorin für den aktuellen Ausbildungszyklus bei dem Gründer der Karam Kriya Schule in Portugal, stehe ich dir gerne zur Seite. Vereinbare am besten gleich einen kostenlosen Termin mit mir.

Lass´ es dir gut gehen, 

Deine Claudia


Tags

Bedürfnis, Bewusstsein, Glauben, Seele, Selbstbewusstsein


  • Sehr schön geschrieben. Jetzt bin ich direkt neugierig geworden und habe mir das Buch bestellt. Ich freu mich schon sehr auf mehr alltagstaugliche Tipps und auch die Meditationen. Danke für den wertvollen Beitrag! Bitte mehr davon, Birgit

    • Liebe Birgit,
      das freut mich sehr!! Gerne bringe ich mehr davon – dann hast du die Wahl ? Lass` es dir gut gehen und viel Freude beim Lesen und Reflektieren!!

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