Hiermit möchte ich dazu einladen, die Beziehung zu unseren Müttern aus einer anderen Perspektive zu betrachten. 

Grundsätzliches:

Die Beziehung zwischen Dir und Deiner Mutter ist naturgemäß die erste Verbindung, die Du mit einem „anderen“ Menschen erfährst.

Gegenüber Deiner Mutter erfährst Du mit Durchtrennung der Nabelschnur erstmals, was „Trennung“ ist.

Im Kundalini Yoga gehen wir davon aus, dass unsere Seele auf der Erde menschliche Erfahrungen macht und durch die Illusion der Trennung wieder nach Hause findet.

„Zu Hause“ ist der ursprüngliche Zustand und die Wahrnehmung, wenn wir uns an unsere wahre Identität erinnern und diese in jedem Aspekt unseres Lebens SIND.

 

Dafür gehen wir durch den herausfordernden Prozess des „Aufwachens“, mit all den Mindgames, Schmerzen, Ängsten,… um Schritt für Schritt zurück in Vertrauen, Liebe, Frieden,… zu finden.

 

Deine Mutter ist naturgemäß die Person, die Dich als erste damit „konfrontiert“.

In der Beziehung zu ihr steckt der Samen für Dein Leben, der Ursprung, der Anfang und Dein Potenzial, Dein Geschenk. Das ist natürlich nicht immer leicht zu erkennen und wird im Laufe der Jahre verdeckt durch diverse Prägungen und Konditionierungen. Glaubensmuster und Gewohnheiten nisten sich im Körper und Geist ein und der Zugang zu dem Ursprung wird schwer.

Die Rückkehr dahin – durch die Auseinandersetzung mit den Themen, Widerständen, Glaubenssätzen,..- die Dir im Bezug auf Deine Mutter begegnen- ist essenziell auf dem Weg der persönlichen Weiterentwicklung.

 

Das, was Dir in Beziehung zu Deiner Mutter klar wird, wirkt sich auf all Deine Lebensbereiche aus.

Oftmals erfahren wir in Begegnung mit unseren Müttern etwas, das eine Reaktion oder einen Widerstand auslöst und unser gesamtes Leben prägt.

Das zeigt sich dann manchmal ganz „verfärbt“ und ist nicht so direkt greifbar – in Bezug auf Deine Mutter wird es oft klar und konkret und erleichtert dadurch eine Transformation.

 

Den Zugang zu dem Weg, der transformiert, kannst Du leichter erkennen, wenn Du Dich mit dem Jahr Deiner Geburt bzw. den Zahlen auseinandersetzt. Die zweite Zahl ist dabei ein Indiz für Dein Hindernis oder verstecktes Geschenk.

 

Wie die einzelnen Zahlen sich im Leben zeigen und wie sie in ihre natürliche Reihenfolge (Sequenz) erfahren werden können -was die Grundlage für Heilung ist-, ist Gegenstand der Wissenschaft der angewandten Zahlen (Karam Kriya). Das ist das, worauf ich meine Beratungen aufbaue 😊

In der bewussten Konversation (Karam Kriya) und mit Kundalini Yoga und Meditation erfährst Du den Zugang zurück zu Dir selbst.

 

Das innere Kind:

Immer wieder wird auf die erforderliche Heilung des inneren Kindes verwiesen. Das kann natürlich ein sinnvoller Ansatz sein. Allerdings wird dann oft rückblickend analysiert und wahrgenommen, was in der Vergangenheit schief gelaufen ist. Den damaligen Ereignissen werden viel Zeit und Energie geschenkt.

Und es gibt sehr viele Ereignisse, die uns geprägt haben.

Die Zahl der möglichen prägenden Ereignisse wird im Laufe des Lebens unüberschaubar und lässt viel Platz für Spekulationen des Verstandes

 

Darum wähle ich den Ansatz im „Jetzt“ zu betrachten, welche Widerstände sich aktuell zeigen und diese dann „aufzunehmen“ und das darin verborgene Potenzial frei zu legen.

Dabei zeigen sich natürlich auch Glaubenssätze, die wir uns als Kind angewöhnt haben, um z.B. einen Schmerz zu vermeiden. Heilung erfährt dann aber nicht das innere Kind, sondern werden diese Schatten aufgelöst.

Ein inneres Kind bleibt immer ein Kind und will immer mehr Aufmerksamkeit. Wie eben ein Kind auch wirklich immer mehr haben will…

Darum kann die Arbeit mit dem inneren Kind ein endloser Prozess werden.

Ich sehe das innere Kind als einen von vielen möglichen energetischen Bereichen -wie auch den inneren Richter, den Zweifler, die Ängstliche,…- die alle durch das Licht des Bewusstseins erhellt und transformiert werden dürfen.

 

Konkret Eure Themen:

In meiner FB Gruppe wurde konkret geäußert, was die Mitglieder jeweils am meisten an ihrer Beziehung zur Mutter stört und was dieses „Stören“ mit ihnen macht.

Einige haben auch dargestellt, welche Wege sie gefunden haben, damit umzugehen. Ich kann hier nicht pauschal DIE eine Lösung präsentieren, aber hoffentlich inspirieren,

Was es so schwer macht, die Beziehung zu heilen ist schlichtweg die Tiefe der Prägungen.

Weil Deine Mutter naturgemäß so viele Jahre Einfluss auf Dich hatte, hat sich so viel so tief in das Unterbewusstsein eingegraben und auch oft körperlich sichtbar manifestiert.

 

Wie bereits gesagt halte ich nicht so viel davon für die persönliche Weiterentwicklung und Heilung diverse Schubladen aus der Vergangenheit zu öffnen – stattdessen ist es für mich und in meiner Arbeit zielführend zu spüren, was sich aktuell zeigt und dies zu transformieren. Viele Widerstände (z.B. sich selber Druck machen) können ihre Ursache in der Beziehung zu Mutter haben. Deswegen schau ich aber nicht die unzähligen Situationen in der Kindheit an, die VIELLEICHT Ursache waren, sondern arbeite mit dem Widerstand in Bezug auf die Mutter in der Form, in der er sich jetzt bei der erwachsenen Person zeigt.

 

So oft entsteht durch die Beschäftigung mit der Vergangenheit eine Identität, die sich fest mit diesem „Problem“ identifiziert und die daran festhält – sonst hätte sie nämlich keine Identität.

 

Das Licht der Bewusstheit löst diese Begrenzungen auf.

Die eigene Identität mit ihrem ureigenen Zustand zeigt sich und lässt alles gehen, was dieser Wahrheit nicht dient.

So wird klar, was Dich limitiert, welche Emotion Deine Energie speichert und Du erkennst, dass UND wie Du dies transformieren kannst.

 

Der Weg in dieses Bewusstsein ist für viele das Kundalini Yoga, und Meditation – das Yoga des Bewusstseins- in Verbindung mit Karam Kriya (die angewandte Wissenschaft der Zahlen).

 

Jede Beratung ist natürlich total individuell.

Im Folgenden möchte ich ein paar mögliche Lösungsansätze zeigen. Sie beruhen auf der Ansicht, dass die sich karmisch zeigende Qualität in die „gegenüberliegende“ dharmische Qualität transformiert werden kann.

 

Karmische Qualitäten führen zu weiteren Reaktionen, lassen keinen Raum für Bewusstheit zu – Schicksal.

Dharmische Qualitäten sind die Handlungen, die bewusst gewählt werden und dazu dienen, die Bestimmung zu leben.

 

Lebst Du Dein Schicksal oder Deine Bestimmung?

Diese Frage hängt im Wesentlichen von der Qualität Deiner Handlungen ab.

Wenn z.B. die Negativität einer Mutter auf den ersten Blick dazu führt, dass das Kind als Erwachsene versucht alles ins Positive zu rücken, kann es durchaus zielführend sein, sich mit dem negativen Mind zu beschäftigen. Das Positive „braucht“ die Polarität zum Negativen. Wenn das Negative verleugnet wird, kann auch das Positive nicht wahrhaft empfunden werden.

 

Ein Klassiker ist die Selbstliebe: wenn die Mutter dem Kind keine Liebe zeigen konnte, ist Selbstliebe oft ein Thema für das erwachsene Kind. Solange der Schmerz über die fehlende Liebe nicht geheilt ist, wird die Selbstliebe nicht ankommen. Annahme und Verzeihung sind die Wege in die Selbstliebe – durch Meditation, denn eine verletzte Identität wird auf der Verstandesebene nicht wirklich verzeihen.

Echte Verzeihung verändert die Aura, das elektromagnetische Feld und klärt den Mind. So lösen sich wirklich die Folgen auf und entsteht Platz für Heilung.

 

Enttäuschung durch die Mutter kann z.B. zu fehlendem Vertrauen führen. Ohne Vertrauen entstehen oft Ängste. Sich selber und anderen zu trauen lernen wir nicht durch Reden und Lesen, sondern durch Erfahrung. Erst wenn wir die Erfahrung machen, dass wir trauen können, werden wir ver-trauen.

Die Erfahrung wird oft aus Angst vor Schmerz vermieden. Nach dem Motto, lieber niemandem trauen und nichts erfahren, als schmerzhaft enttäuscht zu werden. Das kann sich ändern, wenn der Schmerz zu groß wird oder die Angst z.B. in Form von Panikattacken überhandnimmt. Je mehr diese Menschen dann durch Meditation und Yoga in ihrer Wahrnehmung sich selber wieder erfahren, ihre Verbundenheit spüren, umso mehr Vertrauen gewinnen sie wieder.

 

Wer als Kind von der Mutter nicht anerkannt wird, wessen Grenzen übergangen wurden, hat oft später den Eindruck sich für sich selber sehr einsetzen zu müssen -z.B. durch extreme Verteidigung der eigenen Grenzen. Wenn das Außen als feindlich angesehen wird, kann es sehr hilfreich sein, die Intuition zu stärken. Denn auf diese Weise kann der Geist erfassen, dass es sich lohnt FÜR anstatt GEGEN etwas zu kämpfen.

 

Meine Ausführungen geben meine persönlichen Erfahrungen als Lehrerin und Beraterin wieder, sind nicht abschließend und auch nicht für jeden „richtig“.