Wie geht Meditation?

-Teil 1-

 

In diesem Artikel gehe ich auf die Meditationspunkte der Konzentration und die Wirkung von Mantras ein:

Zweck der Meditation ist die Reinigung des Unterbewusstseins und die Ausrichtung des Geistes an der Vision der Seele. Es ist wie ein Hausputz, eine mentale Dusche. Sie räumt in Deiner Denkwelt auf – sortiert und entrümpelt. Das ist es, was Dich klarer werden lässt, Gedankenkonstrukte des Egos dürfen gehen und Du wirst zentrierter, kommst in Kontakt mit Deinem wahren Selbst.

Energieräubern wird die Angriffsfläche entzogen und wir haben wieder mehr Energie für das Wesentliche.

Manchmal ist es, als ob sich eine unbekannte Tür öffnet und Du Einblicke, Lösungen, Erkenntnisse bekommst. Ein Wissen, das immer da ist und zu dem wir immer Zugang haben und das durch die ganzen überflüssigen Gedanken aber verschleiert wird. Durch die Meditation wird dieser Schleier aufgelöst.

Wir erzeugen in der Meditation neue Energiewege im Gehirn – deren Qualität hängt erheblich von der Art und der Tiefe der Meditation ab.

 

Es gibt im Kundalini Yoga so viele verschiedene Arten, dass für jeden die passende Art dabei ist.

Körperliche Haltung und Fokus können total verschieden sein. Es gibt Meditationen mit und ohne Bewegung, mit und ohne Mudras (Finger- Handhaltung), mit offenen oder geschlossenen Augen du mit Mantra oder ohne Mantra.

Du kannst zwischen Gruppenmeditationen, Heilmeditationen, Meditationen zum Stressabbau, Meditationen zur Reinigung der Chakren, um die Vergangenheit loszulassen, um Ängste aufzulösen, um dich von Süchten zu befreien, um die Vitalität zu erhöhen, um Deine Zukunft zu erschaffen usw. im Kundalini Yoga haben wir hunderte von verschiedenen Meditationen!

Bei dieser Vielzahl ist sicher auch ein Angebot für Dich dabei, eine Meditation, die Deine Gedanken zur Ruhe kommen lässt, Dir hilft Dich mit Deinem wahren Selbst – ohne Anhaftungen und Themen des Egos- zu verbinden, Dich körperlich und geistig erfrischt und Dich in dem inneren Prozess unterstützt, der gerade bei Dir ansteht.

Konzentrationspunkte der Augen während der Meditation

Je nachdem wohin Du Deine Augen während der Meditation richtest, werden unterschiedliche Meridiane und Teile des Gehirns angeregt.

  • Auf das 3. Auge: stimuliert Sushmana, die Kraft des Zentralnervs. Das regt die Hypophyse an und Intuition entfaltet sich

 

  • Auf die Nasenspitze: Die Konzentration auf die Nasenspitze wird auch Lotuspunkt-Meditation genannt und ist der höchste Verschluss. Der in das Dreieck geschlossene Geist kann so gelenkt werden. Wenn der optische Nerv auf die Nasenspitze gelenkt wird, gelangen die beiden Nadis Ida und Pingala und dann Sushmana in ein Gleichgewicht. Die Zirbeldrüse und der Frontallappen des Gehirns werden so stimuliert und erzeugen neue Energiewege in den Gehirnmustern. Es kann sein, dass die Augen bei diesem Fokus schmerzen, dann kannst Du sie immer wieder leicht entspannen in dem Du Dich auf einen Punkt konzentrierst, der nicht direkt an der Nasenspitze sondern etwas weiter davor ist – Du fokussierst Dich, als ob Du eine lange Nase hättest, auf einen etwas weiter entfernten Punkt. Mit der Zeit fällt es dann immer leichter den Fokus auf die Nasenspitze zu halten.

 

  • Auf das Mondzentrum (die Spitze des Kinns): Schließe die Augen und rolle sie nach unten. Das wirkt kühlend und beruhigend, Du siehst Dich selbst deutlich.

 

  • Auf das Kronen-Chakra (den Scheitelpunkt): Du schließt die Augen und rollst sie nach oben, als würdest Du durch den Scheitelpunkt hinausschauen. Das regt die Zirbeldrüse und das oberste Energiezentrum an.

 

 

  • Mit 1/10 geöffneten Augen: deine Augenlider liegen leicht und entspannt nicht ganz aufeinander. Dadurch wird der optische Nerv vorsichtig angeregt, damit bleibt Deine Aufmerksamkeit erhalten. Dies macht Dich ruhig und fördert die Intuition. Die Blickrichtung der Augen kann je nach Anweisung unterschiedlich sein.

 

Meditation mit Mantra

Die tiefsten Prägungen des Unbewussten kannst Du mit Unterstützung eines Mantras verändern. Es ist wie ein Samen mit 3 Hauptfunktionen:

Der Geist konzentriert sich auf den Samen und funktioniert wie ein Dreh- und Angelpunkt um die Gedanken in die Unendlichkeit zu heben; die Unendlichkeit kann das Mantra wie eine Schablone verwenden und so im Verstand einen neuen Ausdruck, Impuls, oä. formen – der nicht von Deinem Ego, sondern aus dem Universum, das Deiner Seele dient, stammt.

Ein Mantra ist nicht irgendein Klang oder Gedanke. Es ist bereits vorhanden und so rein und tief, dass es auch als DNS Gottes bezeichnet wird. Mantras wurden über Tausende von Jahren hinweg überliefert und haben bis heute den ursprünglichen Klang (das bezieht sich auf die klassischen und traditionellen Mantras des Kundalini Yoga!).

Ihr Klang hat Fokus und enthält einen provokativen Samen, der eine Schablone für eine höhere Erfahrung liefert. Indem Du das Mantra denkst oder chantest, trittst Du in die damit verbundene Energie ein. Die Wiederholung eines Mantras strukturiert die Muster im Geist und filtert unsere Erfahrung.

Im Gegensatz zur Meditation in Stille entfernt die Meditation mit Mantra tiefste Prägungen im Unterbewusstsein – „es wirkt wie ein Blitzschlag“.

Die Meditation in Stille ermöglicht dem Unterbewusstsein das Abladen von Müll und die Stille macht Dir zahlreiche Erfahrungen im Geist bewusst, sie erlaubt dem Unterbewusstsein mit dem Wegwerfen zu beginnen. Du wirst Dir vieler Gedanken, Gefühle und Prozesse bewusst, die knapp unter dem Bewusstsein liegen und die Grundlage für einen Großteil Deiner Lebenserfahrung bilden.

Die stille Beobachtung des Atems oder das Beobachten aller Objekte des Geistes ist sehr beruhigend und ruft allmählich Bewusstsein hervor. Je nachdem welche Gefühle hochkommen, kann es sich auch entsprechend anfühlen. Dann ist es wichtig, den Fokus zu halten und sich nicht von den Gefühlen davon tragen zu lassen.

Verschiedene Mantras stelle ich Dir in einem extra Beitrag vor!

 

Was mache ich in der Meditation mit meinen Gedanken?

Du machst damit: nichts.

Die Gedanken können wir nicht abstellen. Gedanken verhindern zu wollen ist so als ob Du einem Hurrikan entgegen bläst. Wir können die Gedanken aber wahrnehmen ohne ihnen anzuhaften, ohne mehr Energie hinein zu geben. Dann verziehen sie sich wieder.

Das können wir so mit allen Gedanken machen, sie kommen und gehen lassen – ohne näher hinzuschauen. Loslassen. Mit etwas Übung wird der Gedankenstrom dann langsamer und ruhiger und es wird in Dir stiller.

Dabei helfen auch die Mantras. Wenn Du Deinem Geist ein Mantra gibst, ist er erstmal damit beschäftigt, wenn dazu noch eine Bewegung kommt ist er noch mehr beschäftigt und es dauert eine Weile bis der übliche Gedankenstrom wieder seine Leier abspielt. Manchmal rattern wir dann innerlich trotzdem ganz wunderbar die Einkaufsliste durch oder planen den weiteren Tag…

Wenn das beginnt bemerkst Du es und fällst somit nicht darauf rein. Du hältst den Fokus und je nach Meditation sprichst Du z.B. das Mantra ganz deutlich, spürst die Bewegungen ganz präsent, richtest Deine Aufmerksamkeit ganz konzentriert auf die Atmung und den Focus auf die Nasenspitze, etc.

All diese Haltungen, Mantras, Konzentrationspunkte, etc. helfen uns um während der Meditation bei uns zu bleiben. Sie verankern uns in uns selbst, wenn wir ihnen unsere Aufmerksamkeit schenken.

 

 

 

 

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